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Wer sind wir?
Studentenreiter sind, wie der Name schon sagt, reitende
Studenten. Lauter Leute, die von dem Hobby "Pferd" infiziert
sind und auch während ihres Studiums mit Gleichgesinnten in
Kontakt kommen wollen. Sei es unter geselligen oder mehr unter
sportlichen Aspekten. In aller Regel treffen sich die
Studentenreiter einmal in der Woche am Stammtisch, um hier
Erfahrungen auszutauschen, weitere Termine zu vereinbaren,
Probleme (auch des Studiums) zu besprechen, oder einfach, um die
Zeit mit netten, aufgeschlossenen Leuten zu verbringen.
Vorwiegend während des Wintersemesters gibt es viel von den
Reitturnieren zu erzählen, die oft Gesprächsstoff für einen
ganzen Abend liefern. Ob Reiter oder Nichtreiter, jeder ist
herzlich eingeladen an unserer lustigen Gesprächsrunde
teilzunehmen. Bei Interesse ist es natürlich auch kein Problem
mit zu den verschiedensten Turnieren zu fahren und als Reiter
oder Schlachtenbummler das Geschehen zu erleben.
Historisches:
Seit 1888 bildeten sich in Deutschland Akademische Reitclubs.
1926 fand in Hannover ein Hochschul-Reitsportfest statt, das als
Grundstein für die heutigen Hochschulvergleichsturniere gesehen
werden kann. In Berlin wurde schließlich 1928 der erste
Hochschulvergleichskampf der "Reitabteilungen an den deutschen
Universitäten" ausgerichtet. 1929 erfolgte die Gründung des
Akademischen Reiterbundes (ARB), der bis 1935 bestand hatte. 1954 wurde dann
der noch heute bestehende Dachverband der Studentenreiter DAR
gegründet.
In Tübingen wurde 1952 auf der Anlage der
Reitgesellschaft mit 14 Mannschaften das erste bundesweite
Turnier organisiert, das in seiner Struktur weitgehend der, der
heutigen Studententurniere entspricht.
1968 wurde in Münster das erste Nationenturnier ausgetragen.
Auch heute finden noch Nationenturniere statt. An diesen dürfen die
Mitglieder von Hochschulreitgruppen teilnehmen, die einen extra
organisierten Nationenreiterlehrgang besucht haben.
Was ist an Studentenreitturnieren besonders?
Der große Unterschied zwischen Studentenreitturnieren und
"normalen" Turnieren liegt darin, dass hier die Prüfungen in
Dressur und Springen auf zugelosten Pferden geritten werden.
Daher braucht der Reiter viel Einfühlungsvermögen für die
unterschiedlichsten Pferde und mindestens die Leistungsklasse 5
in Dressur und Springen.
Der Ablauf: Zum Eintreffabend reisen alle
Mannschaften der teilnehmenden Universitäten an. Beim
allabendlichen Feiern und (Knoten-)Tanzen findet das erste
Kennenlernen statt. Nach ausgiebigem Feiern wird zum Übernachten
eine Turnhalle in der nahen Umgebung bezogen. Je nach physischen
Bedarf werden die Schlafplätze mehr oder weniger in Anspruch
genommen. Am Samstagmorgen wird auf der Reitanlage gefrühstückt
und es folgt anschließend die Auslosung der Pferde. Jede
Reitgruppe zieht ein Los, das entscheidet, gegen welche
Mannschaften man antritt. Anschließend folgt die
Mannschafts-Dressur-Prüfung der Klasse A. Jedes Pferd läuft mit
drei verschiedenen Reitern. Jeweils die Reiter, mit der höchsten
Wertnote qualifizieren sich für die nächste Runde, eine
L-Dressur auf Trense. Hier werden die Pferde erneut ausgelost
und die Besten qualifizieren sich für das Halbfinale, eine
L-Dressur auf Kandare. Die verbleibenden zwei Reiter bestreiten
am Sonntag das Finale auf M-Niveau. Auf internationalen
Turnieren wird bis S-Niveau geritten.Vergleichbar mit dem Ablauf
vom Samstag folgt am Sonntag erneut die Auslosung der Pferde für
die Stil-Spring-Prüfungen. Nur das Finale wird als
Fehler-Zeit-Springen geritten.
Nach der Dressur am Samstag findet ein Rahmenprogramm statt, das
von der gastgebenden Reitgruppe organisiert wird. So z.B.
Stadtbesichtigungen, Fun-Spiele, Salsa-Kurse u.v.m. Am Abend
wird frei nach dem Motto "DA SIMMA DABEI!!" eine große Party
veranstaltet und bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
Nach einer kurzen Nacht werden die weißen Reithosen wieder
angezogen und es wird sich in die Stiefel gequält. Jetzt findet
das Springen statt.
Nach dem krönenden Abschluss der Finals inklusive,
obligatorischem Finalknutschen findet die Siegerehrung statt.
Nicht vergessen werden dürfen an dieser Stelle die
Sonderehrenpreise: der Survival-Cup und der Baggerpreis! Was
sich dahinter verbirgt, erfahrt Ihr am besten am Stammtisch. Den
Pferdebesitzern wird gedankt und alle Anwesenden machen sich
langsam auf den Heimweg.
Lange Rede, kurzer Sinn...
ein solches Turnier kann man schlecht beschreiben, man muss es
erleben! Hast Du Interesse? Dann komm doch einfach mal zu
unserem >Stammtisch<.
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